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Klima
Aufgrund der Lage Südafrikas auf der Südhalbkugel der Erde sind
die Jahreszeiten dort im Vergleich zu unseren vertauscht: In den Monaten von
April bis Oktober herrscht Winter und in den Monaten von Oktober bis April
Sommer.
Im Allgemeinen herrscht fast überall in Südafrika ein mildes,
gemäßigtes Klima. Mit Ausnahme des äußersten
Südwestens steht der größte Teil des Landes unter dem Einfluss
der Südostpassate vom Indischen Ozean. Da diese Winde sehr feucht sind,
bringen sie jährlich etwa 900 Millimeter Niederschläge in die
östlichen Gebiete Südafrikas hinein. Die Höhen des Niederschlags
nehmen nach Westen hin rapide ab. An der Westküste Südafrikas liegt
der Niederschlag bei durchschnittlich 51 Millimetern pro Jahr. Hier kommt es
häufig zu Dürren. Die Niederschläge, die mit den Passaten fallen,
treten hauptsächlich zwischen Oktober und April auf. In den trockeneren
Gebieten der Hochebene sind die Niederschlagsmengen und der Beginn der Regenzeit
von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Der äußerste Südwesten steht
unter dem Einfluss von Westwinden, die vom Atlantischen Ozean her kommen. Dieses
Gebiet erhält jährlich etwa 560 Millimeter an
Niederschlägen, wobei diese größtenteils zwischen Juni und
September fallen. Die durchschnittliche Tagestemperatur im Januar beträgt
in Durban etwa 24 °C. Die entsprechende Temperatur beträgt
für Johannesburg im nördlichen Zentrum Südafrikas, bedingt durch
die Hochlage der Stadt, etwa 19 °C. Die durchschnittliche
Tagestemperatur im Januar beträgt in Kapstadt an der Südküste
etwa 20 °C; das Gebiet um Kapstadt steht unter dem Einfluss von
kühlen Atlantikwinden. Die mittlere Tagestemperatur im Juli liegt in Durban
bei 17 °C, in Johannesburg bei 9 °C und in Kapstadt bei
12 °C. Im Winter können in den höher gelegenen Bereichen der
Hochebene Fröste auftreten.
Besonderheiten
Viele Flüsse liegen einen Großteil des Jahres trocken und sind
kaum für die Schifffahrt oder die Stromgewinnung, in begrenztem Maße
jedoch für die Bewässerung nutzbar.
Südafrika ist sehr reich an Bodenschätzen. Die bedeutendsten
davon sind Gold, Kohle und Diamanten. Gold wird hauptsächlich am
Witwatersrand abgebaut, wo sich das reichste Goldvorkommen der Welt befindet,
das 1886 entdeckt wurde. Das Gold am Witwatersrand tritt in Kiesschichten, den
so genannten Bankets, in winzigen Stückchen auf, die für das
bloße Auge unsichtbar sind; diese Kiesschichten werden bis zu Tiefen
unterhalb von 3 048 Metern abgebaut. Auch Uran wird am Witwatersrand
wirtschaftlich genutzt. Im Nordosten zwischen Lesotho und Swasiland gibt es
weitläufige und leicht ausbeutbare Kohlenflöze. Ein weiteres Beispiel
für den Mineralreichtum sind die Diamanten. Die meisten Diamanten kommen
aus den Diamantfeldern bei Kimberley, die im Jahr 1870 entdeckt wurden. Weitere
in Südafrika vorkommende Minerale sind Kupfer, Nickel, Asbest, Platin,
Chromit, Fluorit, Phosphate, Vanadium, Zinn, Titan, Mangan und
Eisenerze.
Wirtschaftliche Besonderheiten
Bis zum 1. Weltkrieg (1914-1918) stützte sich die
südafrikanische Wirtschaft hauptsächlich auf den Bergbau (Diamanten
und Gold) und die Landwirtschaft. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 hat
das Land eine rasche industrielle Entwicklung vollzogen.
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